Gründer D.S. Faoro, 1927
D.S. Faoro mit Sohn Achille, 1937
D.S. Faoro mit Freunden, 1927
Tranquilla Faoro mit den Töchtern Anna und Erminia in Salastrains, 1938
Ladeneingang, 1940
Bergfest, 1940
D.S. Faoro mit Frau Tranquilla und Tochter Anna, 1947
Anna und Erminia Faoro
Achille Faoro und Familie, 1955

1927 GEGRÜNDET

Entlang des Eisenbahnbaus der RhB ab 1880 entstanden die ersten FAORO Verkaufsläden. Die aus Belluno/I stammenden Gebrüder Faoro bauten den Detailhandel FAORO mit einem umfassenden  Angebot zur Abdeckung der Bedürfnisse der Bahnbauarbeiter auf.  Geschickt tätigte Vater Faoro den  Einkauf in Italien, welcher auf der monatlich erfassten Nachfrage der einzelnen Läden basierte und ins Zentrallager nach Davos verschickt wurde. Entlang des Bahnbaus entstanden so die Filialen in Samedan, Chur, Arosa, und schliesslich, 1927 in St. Moritz.

 

Nicht nur Arbeiterbekleidung – damals Denim! – auch Mercerie, Bonnetterie und Quincaillerie wurden angeboten. Hausierertum war anfangs des letzten Jahrhunderts  oft die einzige Möglichkeit, Detailhandel in abgelegenen Tälern zu tätigen. So waren es auch in Graubünden sogenannte Kromer Frauen, welche die Kurzwaren (vom Faden, Knopf über Schnürsenkel bis zum Hosenträger) bei FAORO bezogen und zu Fuss zum Verkauf in die Täler trugen.

 

Tranquilla Maccagnano mit den feschen Waden und sehr erfolgreiche Kromer-Händlerin, tat es dem Gründer des St. Moritzer FAORO Geschäfts, Desiderio Settimo Faoro, besonders an. Gemeinsam bauten sie den Standort St. Moritz aus und passten das Sortiment fortwährend den zeitgebundenen Bedürfnissen an. Im Zuge der gesellschaftlichen und geografischen Entwicklung wurden die Filialen Samedan, Chur, Arosa geschlossen und das Zentrallager in Davos aufgehoben. Wohingegen sich  FAORO St. Moritz, immer noch in Familienbesitz, mit einem individuellen und direkten Warenimport positionierte. So wurde aus dem auf Grundbedürfnisse ausgelegten Textilien- und Merceriegeschäft im Laufe der Zeit ein Modegeschäft, welches sich gar in den 50er Jahren auf Sportbekleidung – damals noch nicht in den Sportgeschäften angeboten – spezialisierte.

 

Auch nach knapp 100 Jahren wird den Bedürfnissen der indessen zur mondänen Alpenwelt erlesenen Region umfassend Rechnung getragen. Heute hebt sich FAORO vom catwalk geprägten Angebot in St. Moritz ab. Das Ursprungsprodukt Denim steht immer noch hoch im Kurs, ergänzt durch ein geschickt zusammengestelltes Sortiment an funktionaler und wärmender Outdoorbekleidung sowie dazu passender Schuh- und Accessoire-Kollektion. Auserwählte Glanzstücke, sei es für einen festlichen Anlass oder für eine Insiderparty runden das Angebot ab und verleihen FAORO St. Moritz eine spezielle Note.